Die Karlskroner SPD-Fraktion informierte im Rahmen ihrer „Nachbarschaftsgespräche“ über die geplante Ansiedlung eines Logistikzentrums in Brautlach.
Dritter Bürgermeister Thomas Krammer stellte vor Ort den aktuellen Planungsstand vor. Nach seinen Worten befinde man sich erst am Anfang eines Entscheidungsprozesses. Für ihn sei es wichtig, die von der Betriebsansiedlung betroffenen Grillheimer und Brautlacher Bürger möglichst frühzeitig an der Planungsphase zu beteiligen und ihre Anregungen und Bedenken ernst zu nehmen.
In der anschließenden sehr lebhaften Diskussion machten die Mitbürger regen Gebrauch davon. Vor allem die Grillheimer Bürger haben die Sorge, dass bei Realisierung des Projektes die Gemeinde Baar-Ebenhausen das Industriegebiet immer weiter an der B 13 in Richtung Süden ausdehnen werde. Da die Gemeindegrenze von Baar-Ebenhausen bis an die Bebauung von Grillheim heranreiche, könne man sich vorstellen, welche Auswirkungen das für den Ortsteil haben würde, so ihre Bedenken. Angst macht den Grillheimer Bürgern auch die Entwässerung bei Hochwasser über den Ziegelgraben. Bei Verwirklichung des Logistikzentrums befürchten sie eine weitere Verschärfung der Hochwassersituation mit Überflutung im Ort durch den Ziegelgraben.
Auch die Lärmbelastung durch einen geplanten 24 Stunden Betrieb stand in der Liste der Bedenken ganz oben.
Es gab aber auch Wortmeldungen die zum Ausdruck brachten, dass man die geplante Ansiedlung eines Logistikbetriebes in aller Ruhe prüfen müsse, bevor man sich dafür oder dagegen entscheidet.
Mit den Bedenken und Anliegen im Gepäck, geht die SPD Fraktion in die nächsten Verhandlungsrunden.